Krematorium Memmingen

Abschied nehmen ist ein tiefgreifendes Ereignis. Daher hat sich das Krematorium Memmingen zum Ziel gesetzt, der Trauerfeier einen möglichst persönlichen Charakter zu verleihen.

Eine Familie kann bei der Einfahrt des Sarges in den Ofen anwesend sein. Jeder Verstorbene kann innerhalb von 24 Stunden nach dem Empfang aller erforderlichen Unterlagen eingeäschert werden, so dass auch die Beisetzung der Urne viel schneller möglich wird. Persönliche Anliegen sind der Ausgangspunkt. Es geht schließlich um die Wünsche des Verstorbenen und der Hinterbliebenen.

Im Herzen von Memmingen liegt der parkähnliche Waldfriedhof mit einer Gesamtgröße von 15 Hektar. Geplant von Professor Hans Grässel aus München besteht diese mit wunderschönen alten Bäumen bestandene Anlage bereits seit 1920 und bietet mit über 7000 Gräbern den Verstorbenen einen würdigen Platz für die letzte Ruhe. Neben Erdbestattungen nehmen auch Urnenbegräbnisse in Urnengräbern (auch anonym) und Urnenwänden einen immer wichtigeren Platz in der Bestattungskultur ein. 1960 erfuhr der Waldfriedhof eine weitere wichtige Erweiterung mit dem Neubau der Aussegnungshalle und dem anhängenden Betriebsgebäude. Seit dieser Zeit können die Bestattungsfeiern nunmehr komplett auf dem Gelände des Waldfriedhofes abgehalten werden. Ein in 2006 auf dem Gelände entstandenes und von einer holländischen Firmengruppe betriebenes Krematorium rundet das Spektrum dieses besonderen städtischen Friedhofes ab.

Die besondere Atmosphäre dieses Ortes mit seiner meditativen Stille laden ein, sich vom Alltagsstress für eine kurze Zeit zu erholen und dabei bei den Toten neue Kraft für die Lebenden zu schöpfen.